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Google Meet aufzeichnen und transkribieren

Von , Gründer von Raven
Aktualisiert am

In Google Meet startest du die Aufnahme rechts unten über „Besprechungstools“ und „Aufzeichnung“. Das geht nur am Computer oder auf Android, nur mit einer passenden Google-Workspace-Version und nur, wenn auch der Organisator aufnehmen darf. Die Datei landet im Google Drive des Organisators im Ordner Meet-Aufzeichnungen, das Transkript startest du getrennt davon.

Diese Anleitung folgt der deutschen Google-Meet-Hilfe, gelesen am 3. November 2026. Dazu kommen die Fragen, die Google offenlässt: ob du heimlich oder ohne Erlaubnis aufnehmen darfst, was § 201 StGB und der Datenschutz verlangen, und wie du ein Meet-Gespräch festhältst, in dem du keinen Aufnahmeknopf hast.

Welche Google-Workspace-Version brauchst du?

Mit einem gewöhnlichen kostenlosen Google-Konto zeichnest du in Meet nicht auf. Google nennt diese Versionen:

  • Business Standard und Business Plus,
  • Enterprise Starter, Enterprise Standard und Enterprise Plus, dazu Essentials und Enterprise Essentials,
  • Workspace Individual und Google One ab 2 TB Speicherplatz,
  • Education Plus und das Teaching and Learning Upgrade.

Business Starter steht nicht auf der Liste. Außerdem muss der Admin die Aufnahme für dein Konto freischalten, und sie geht nur am Computer oder auf Android. Im Drive des Organisators und im Speicherkontingent der Organisation muss Platz frei sein. Ist das Kontingent der Organisation voll, kannst du nicht aufnehmen, auch wenn in deiner eigenen Ablage noch Platz ist.

So startest du die Aufnahme in Google Meet

  1. Tritt der Videokonferenz am Computer bei oder starte sie.
  2. Klick rechts unten auf Besprechungstools und dann auf Aufzeichnung.
  3. Wähl eine Sprache, wenn die Untertitel mit in die Aufnahme sollen, und starte sie. Meet benachrichtigt alle Teilnehmenden.

Zum Beenden klickst du im Pop-up-Fenster auf Aufnahme beenden. Meet stoppt außerdem von selbst, wenn alle die Konferenz verlassen haben, und spätestens nach acht Stunden. Aufgenommen werden die aktive sprechende Person und alles, was präsentiert wird. Andere Fenster und Benachrichtigungen landen nicht in der Datei.

Organisatoren können die Aufnahme beim Planen auf automatischen Start stellen, über Optionen für Videoanruf und Besprechungsaufzeichnungen. Sie beginnt dann, sobald Organisator oder Co-Organisator beitritt, und wer dazukommt, sieht eine Warnmeldung.

Kann ich als Teilnehmer oder Gast aufzeichnen?

Als Teilnehmer aus der Organisation des Organisators ja, solange die Verwaltung durch den Organisator ausgeschaltet ist. Schaltet er die Steuerelemente für Organisatoren ein, kannst du den Aufnahmestatus nicht mehr ändern. Und hat der Organisator selbst kein Aufnahmerecht, hast du es auch nicht, ganz gleich, welche Lizenz du mitbringst.

Gehörst du zu einer anderen Organisation, nimmst du nur auf, wenn der Organisator dich zum Co-Organisator hochstuft. Ohne diese Rolle bekommst du bei Start und Ende eine Benachrichtigung, steuern kannst du die Aufnahme nicht. Wer nur zum Präsentieren beigetreten ist, nimmt ebenfalls nicht auf.

Wo wird die Google-Meet-Aufzeichnung gespeichert?

Im Google Drive des Organisators, unter Meine Ablage im Ordner Meet-Aufzeichnungen. Der Organisator und die Person, die die Aufnahme gestartet hat, bekommen eine E-Mail mit dem Link, und Meet hängt den Link an den Kalendertermin. Eingeladene aus derselben Organisation erhalten automatisch Zugriff, Gruppen nicht. Allen anderen gibst du die Datei in Drive über Teilen frei.

Wer Organisator ist, hängt am Ursprung des Termins. Wurde er in Google Kalender angelegt, ist es die Person, die ihn erstellt hat. Kam die Konferenz von der Meet-Startseite oder aus Gmail, ist es die Person, die sie gestartet oder den Code erzeugt hat. Wechselt der Organisator, geht der Link an den ursprünglichen Ersteller des Termins.

Wie funktioniert die Transkription in Google Meet?

Meet schreibt das Transkript unabhängig von der Aufnahme. Du startest es über „Besprechungstools“, Transkribieren und Sprache-zu-Text-Umwandlung starten, dann im Pop-up über Starten. Ab da sehen alle oben rechts ein Transkriptsymbol. Deutsch gehört zu den unterstützten Sprachen.

Das Transkript gibt es in weniger Versionen als die Aufnahme: in Business Standard und Business Plus, Enterprise Starter, Standard und Plus, Workspace Individual, Education Plus und dem Teaching and Learning Upgrade. Pausieren lässt es sich nicht. Du kannst es beenden und neu starten, dann entsteht jedes Mal eine eigene Datei.

Nach dem Meeting bekommen Organisator, Co-Organisatoren und wer das Transkript gestartet hat eine E-Mail mit dem Link, bei langen Konferenzen mit etwas Verzögerung. Seit Juli 2026 legt Meet die Transkripte im Drive des Organisators im Ordner Google Meet ab, mit einem Unterordner je Besprechung. Am Kalendertermin hängt das Transkript ebenfalls, dort öffnen es Eingeladene aus derselben Organisation.

Kann man ein Google Meet heimlich aufzeichnen?

Nicht über Meet. Google benachrichtigt die Teilnehmenden, wenn eine Aufnahme beginnt und wenn sie endet. Admins können zusätzlich verlangen, dass alle ausdrücklich einwilligen, bevor jemand aufnimmt oder transkribiert. Wer nicht einverstanden ist, verlässt dann die Konferenz. Ab Werk ist diese Einstellung aus.

Wer am Hinweis vorbei mit einer Browser-Erweiterung oder dem Handy mitschneidet, landet bei § 201 StGB. Strafbar ist dort das unbefugte Aufnehmen des nichtöffentlich gesprochenen Wortes, unabhängig vom Werkzeug. Der Rahmen reicht bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe, und schon der Versuch ist strafbar.

Darf ich ein Google Meet ohne Erlaubnis aufzeichnen?

Nein, solange die Runde nicht zugestimmt hat. Dass Meet alle benachrichtigt, macht die Aufnahme noch nicht befugt. Befugt wird sie durch das Einverständnis der Anwesenden.

Die Datenschutzkonferenz verlangt, dass Aufnahmefunktionen den Teilnehmenden nachweislich vor Beginn angekündigt werden, und eine Aufzeichnung braucht eine eigene Rechtsgrundlage, meist eine Einwilligung. Außerdem empfiehlt sie, die Aufnahme ab Werk auszuschalten und nur besonders berechtigte Personen wie Moderatoren aufnehmen zu lassen. In Workspace setzt das der Admin über die Einwilligungs-Einstellung und die Steuerelemente für Organisatoren um.

In Firmen mit Betriebsrat gehört der Einsatz von Aufnahmen vorher auf dessen Tisch, denn bei Technik, die Verhalten oder Leistung von Beschäftigten überwachen kann, bestimmt er nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG mit. Das hier ist keine Rechtsberatung, im Zweifel fragst du jemanden, der deinen Fall kennt.

Wenn du in Meet keinen Aufnahmeknopf hast

Ohne passende Workspace-Version, als externer Gast oder in einer Konferenz, deren Organisator nicht aufnehmen darf, bleibt dir der Knopf verborgen. Für diesen Fall gibt es RavenBot. Du gibst Raven den Meet-Link, der Bot bittet ohne Google-Konto um Beitritt, und der Organisator lässt ihn herein. Danach steht er mit Namen in der Teilnehmerliste.

Sind Personen von außerhalb deiner Firma dabei, schreibt der Bot eine Ansage in den Chat: dass er aufnimmt, in wessen Auftrag und wie man widerspricht. Wer später dazukommt, bekommt die Ansage noch einmal. Schreibt jemand „opt out“ in den Chat, verlässt der Bot das Meeting, und was bis dahin aufgenommen wurde, wird gelöscht. Deine Organisation kann die Ansage auf jedes Meeting ausweiten, abschalten kann sie sie nicht.

Der Bot bringt die Tonspur in dein Raven-Konto. Dort entstehen Mitschrift und Protokoll, gespeichert in der EU, und du stellst Fragen zum Gespräch. Eine bestimmte Workspace-Version brauchen dafür weder du noch der Organisator. Die Frage an die Runde bleibt trotzdem deine.

Lädst du selbst ein, findet das Gespräch direkt in Raven Meet statt, ganz ohne Bot. Für die anderen beiden großen Werkzeuge gibt es eigene Ratgeber: Teams-Meeting aufzeichnen und Zoom-Meeting aufzeichnen.

09Häufige Fragen

Häufige Fragen

Kann ich Google Meet mit einem kostenlosen Konto aufzeichnen?

Nein. Die Aufnahme gehört zu bestimmten Google-Workspace-Versionen, zu Workspace Individual und zu Google One ab 2 TB Speicher. Mit einem gewöhnlichen kostenlosen Google-Konto zeigt Meet den Knopf nicht an.

Warum fehlt in Google Meet der Aufnahme-Knopf?

Meist aus einem dieser Gründe: Deine Workspace-Version enthält keine Aufnahme, der Admin hat sie nicht freigeschaltet, der Organisator hat selbst kein Aufnahmerecht, oder er hat die Steuerelemente für Organisatoren eingeschaltet. Auf iPhone und iPad nimmt Meet gar nicht auf, nur am Computer und auf Android.

Wo finde ich das Transkript eines Google Meet?

Im Google Drive des Organisators, im Ordner Google Meet, mit einem Unterordner je Besprechung. Außerdem hängt es am Kalendertermin, und Organisator, Co-Organisatoren und die Person, die es gestartet hat, bekommen den Link per E-Mail.

Transkribiert Google Meet auch auf Deutsch?

Ja. Deutsch steht neben Englisch, Französisch, Italienisch, Japanisch, Koreanisch, Portugiesisch und Spanisch auf Googles Liste der Sprachen für Meet-Transkripte. Festgehalten werden nur die gesprochenen Worte, nicht der Chat.

Merken die anderen, dass ich ein Google Meet aufzeichne?

Ja. Meet benachrichtigt die Teilnehmenden, wenn eine Aufnahme beginnt und wenn sie endet, auch Personen außerhalb deiner Organisation und alle, die per Smartphone dabei sind. Steuern können diese Personen die Aufnahme nicht.

Kann RavenBot in ein Google Meet kommen?

Ja. Du gibst Raven den Meet-Link, der Organisator lässt RavenBot herein, und er steht mit Namen in der Teilnehmerliste. Sind Personen von außerhalb deiner Firma dabei, kündigt er die Aufnahme im Chat an. Schreibt jemand „opt out“ in den Chat, geht er, und das Aufgenommene wird gelöscht.

Quellen

  1. Google Meet-Hilfe: Videokonferenzen aufzeichnen (abgerufen am )
  2. Google Meet-Hilfe: Transkripte mit Google Meet verwenden (abgerufen am )
  3. Bundesministerium der Justiz: § 201 Abs. 1 Nr. 1 und Abs. 4 StGB, unbefugte Tonaufnahme und Versuch (abgerufen am )
  4. Datenschutzkonferenz (DSK): Orientierungshilfe Videokonferenzsysteme, Abschnitte 3.4.8 und 4.7 (abgerufen am )
  5. Bundesministerium der Justiz: § 87 BetrVG, Mitbestimmungsrechte (abgerufen am )